Über uns

„Afrikas verwaiste Generation“ – mehr als 16 Mio. Kinder und Jugendliche! – braucht Perspektiven!

Wir kämpfen gegen Armut, Krankheit und Missbrauch von Kindern!
Wir sorgen für Bildung,Gesundheit, Nahrung und Wahrung von Kinderrechten!
Wir schaffen Zukunft für Waisenkinder in Guinea!
Wir schaffen Lebensperspektiven für + mit Jugendlichen in Kamerun!

A.I.M.E! wurde 2003 in Guinea/Westafrika ins Leben gerufen, um gegen Armut, Krankheit und Missbrauch von Kindern ein Zeichen zu setzen.

Wir wollen Waisenkindern und Kindern, die am Rande der Gesellschaft leben, eine Chance auf Zukunft geben. Wir sind davon überzeugt, dass die Schaffung von Lebensperspektiven einen Beitrag zur sozialen, wirtschaftlichen und politischen Stabilität und somit zur Zukunftsfähigkeit eines Landes leistet.

Hierfür arbeiten wir unabhängig von Religion, Herkunft und politischer Zugehörigkeit.

Unserem Anliegen liegt ein persönliches und ein „Schlüsselerlebnis“ zu Grunde, das Auslöser für unser erstes Hilfsprojekt "Integration von A  I D S-Waisen in lokale Pflegefamilien" war und dem bald weitere folgten. 

A.I.M.E! International e.V. wurde 2004 in Deutschland als Förderverein gegründet und ist seit 2006 gemeinnützig. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich.

A.I.M.E! International e.V. fördert zielgerichtet die Arbeit von A.I.M.E! Guinea mit Geld- und Sachmitteln und mit konzeptionellen und organisatorischen Hilfestellungen im humanitären Bereich. Die langjährige Afrikaerfahrung, die Kenntnis der landesspezifischen Probleme und die Mehrsprachigkeit des Vorstands ist für eine effektive Zusammenarbeit hilfreich.

A.I.M.E! Guinea setzt die Projekte kompetent mit einheimischen Mitarbeitern um, die verschiedene ethnische Sprachen sprechen und somit Zugang zu den Menschen haben. Unsere Vernetzung mit Organisatoren, Ministerien, Institutionen und Unternehmen ist ein wesentlicher Vorteil.

A.I.M.E! hat eine bewährte Organisationsstruktur und eine nachvollziehbare Historie.

Transparenz hat einen großen Stellenwert, insbesondere im Rahmen unserer Berichterstattung. Unsere Arbeit wurde 2012 im Rahmen der Verleihung eines Transparenzpreises gewürdigt.

Ein tiefgreifendes Erlebnis

 

Angéline, das kleine Mädchen, wie ihre Mutter an HIV/AIDS erkrankt, gab mir den Impuls, AIDS-Waisen und Waisenkindern zu helfen.

Der Verein A.I.M.E! wurde von mir, Sibylle Buchholz, zum Ende meines Aufenthaltes in Guinea/Westafrika (2001 - 2003) als Ehefrau des deutschen Botschafters, gemeinsam mit sieben Gründungsmitgliedern im Juli 2003 in der Hauptstadt Conakry gegründet.

Anlass zur Gründung des Vereins, der sich vor allem für Kinder und Frauen einsetzt, war folgendes Schlüsselerlebnis: In einem Waisenhaus sah ich ein kleines, einsames Mädchen in einem Verschlag, zerlumpt, schmutzig, mit leerem und hoffnungslosem Blick.

Von den Spielen der anderen Kinder ausgeschlossen, aufgrund dieser Krankheit, die alle so fürchten! Gemieden, verstoßen und unantastbar! Angéline hatte HIV/AIDS! Sie war einfach von ihrer HIV/AIDS kranken Mutter ausgesetzt worden! Als mich damals der unendlich traurige Blick aus Angélines Augen traf, wusste ich, dass ich Kindern wie ihr eine Chance geben möchte!

Eine Chance auf ein würdiges Leben in einem familiären Umfeld, eine Chance auf Bildung und ein selbstbestimmtes Leben, eine Chance auf Liebe und Zugehörigkeit. Für Angéline war es leider schon zu spät. Sie starb bereits kurz nach unserer Begegnung an den Folgen der üblichen Begleiterkrankungen. Ich gründete also A.I.M.E! A.I.M.E! ist meine, ist unsere Antwort! A.I.M.E! = Liebe! Liebe Deinen Nächsten! Im christlichen Sinn der Nächstenliebe! Auch während unserer weiteren Aufenthalte in Afrika (Zentralafrikanische Republik, Kongo, Uganda,Kamerun) lag es mir stets am Herzen die Kinder Afrikas zu unterstützen!

2003

Juli: Gründung des Vereins A.I.M.E! auf Initiative von Frau Sibylle Buchholz in Guinea, Conakry

Oktober: Anerkennung durch das Innenministerium als Non-Profit-Verein, Registrierung unter A/7544MATD/CAB/SACCO

2004

Februar: Vertrag mit dem Ministerium für Familie und Soziales

Juni: Gründung des Vereins A.I.M.E! in Deutschland und Registrierung im Vereinsregister Nr. 7103, Amtsgericht Stuttgart

Oktober: 1. Vertrag mit WFP (WORLD FOOD PROGRAM) und CNLS (NATIONALES KOMITEE ZUR BEKÄMPFUNG VON HIV/AIDS) zur Nahrungsmittelhilfe 2005

November: 1. Vertrag mit UNICEF zur Unterstützung im Bereich Bildung in 2005.

2005

Juni: 2. Vertrag mit UNICEF zur Teilkostenübernahme im Bereich Bildung und Gesundheit in 2005/2006
2. Vertrag mit WFP und CNLS zur Nahrungsmittelhilfe in 2005

November: 3. Vertrag mit WFP und CNLS zur Nahrungsmittelhilfe in 2006 

Im Zeitraum 2004 - 2006 steigerten wir die Zahl der unterstützten Kinder von 25 über 60 bis auf 244 Kinder, die Nahrungsmittelhilfe und Unterstützung im schulischen Bereich erhielten.

2006

Januar: Vertrag mit GTZ (GESELLSCHAFT FÜR TECHNISCHE ZUSAMMENARBEIT) zur Unterstützung im Nahrungsmittelbereich 2006
Anerkennung der Gemeinnützigkeit in Deutschland, Finanzamt Stuttgart, Steuernummer 99015/28697 

In 2006 führten die Kooperationsverträge mit WFP, UNICEF und GTZ zur Unterstützung von 427 Personen in 61 Familien

Mitgliedschaft in ROSIGUI, einem Netzwerk von NGOs in der AIDS-Bekämpfung

Dezember: Weitere Kooperationsverträge mit UNICEF zur Unterstützung im schulischen Bereich von 115 Kindern in 25 Familien in Fria, einer Bergbau-Metropole mit hoher HIV/AIDS-Quote in 2007.

2007

Jahresbeginn: Neue Strategie von WFP, die zur massiven Einschränkung der Nahrungsmittelhilfe für unsere Hilfsempfänger führten

April: Offizielle Eröffnung des 2. Vereinsstandortes von A.I.M.E! in Fria

Mai: 1. Vertrag mit CHILDREN FOR A BETTER WORLD E.V. zur Versorgung von 330 Kindern im Nahrungsmittelbereich bis Ende 2007 

September: 1. Vertrag mit PROSOLIDAR EU, Rom, der zentralen Stiftung italienischer Banken zur Finanzierung des Bereiches Bildung ab dem Halbjahr 2007 und 1. Halbjahr 2008

Im 2. Halbjahr 2007 konnten wir durch die Unterstützung unserer Partnerorganisationen über 525 Menschen in 86 Familien (61 in Conakry, 15 in Fria) mit Nahrungsmitteln versorgen und allen Kindern den Schulbesuch ermöglichen. 

2008

Februar: 2. Vertrag mit CHILDREN FOR A BETTER WORLD E.V. zur Unterstützung im Nahrungsmittel- und medizinischen Bereich in 2008

Weitere Unterstützung im Bereich Bildung durch PROSOLIDAR EU, Rom.

Weiterer Kooperationsvertrag mit UNICEF für 20 Familien in Kamsar. 

April: Offizielle Eröffnung des 3. Vereinsstandortes von A.I.M.E! in Kamsar. Zusätzlich zu den Familien unterstützen wir die pediatrische Abteilung des Krankenhauses von Kamsar durch Sachspenden in Form von Milchpulver und sterilem Wasser zur Rettung frühgeborener Babys.

Juli: Gründung eines medizinischen Zentrums in Conakry, zur medizinischen Versorgung, Beratung und Prävention bei gesundheitlichen und psychosozialen Problemen, HIV/AIDS Aufklärung.

Dank der Unterstützung durch unsere Partnerorganisationen im Jahr 2008 profitieren bereits 1582 Hilfsempfänger, davon 1130 Kinder und 452 Erwachsene vom Angebot von A.I.M.E! in den Leistungsbereichen Nahrungsmittel, Bildung, Gesundheit und auch soziale Betreuung.

Dabei erhalten sie diese Leistungen gemäß ihrer Bedürftigkeit. Manche Kinder und ihre erwachsenen Familienmitglieder erhalten dabei Hilfe aus nur einem Bereich, manche aus zwei Bereichen, wieder andere werden in allen Bereichen unterstützt. 

September: Inbetriebnahme der kleinen A.I.M.E!-Klinik als humanitäre Einrichtung im dichtbesiedelten Stadtteil Wanidara/Conakry.

November: Offizielle Eröffnung des Gesundheitszentrums unter Anwesenheit von Vertretern von UNICEF, des Sozialministeriums, Sponsoren wie den französischen NROs Agash, Aquitaine, und ASD-Action Solidarité et Developpement, der Bank SGBG, libanesischer Geschäftsleute und der örtlichen Presse und Medien.

2009

Januar: Beginn der schrittweisen Unterbringung der Waisenkinder aus dem Waisenhaus "Appel de l`Espoir" in ein familiäres Umfeld von Pflegefamilien. Mit der Zielsetzung die Struktur des Waisenhauses, die sich in Guinea im allgemeinen zum Nachteil der dort untergebrachten Kinder erweist, aufzulösen und mittelfristig in die A.I.M.E! "Familien-Struktur" zu überführen.

Aufnahme weiterer Familien in unser Hilfsprogramm, somit unterstützen wir 1582 Menschen (452 Erwachsene, 1130 Kinder) in 226 Familien, davon 146 in Conakry, 50 in Fria und 30 in Kamsar.

Start unseres Projektes "Einkommenschaffende Maßnahmen" mit Kleindarlehen für 20 Familien.

Juni: Ankunft unseres 40-Fuss Containers mit Sachspenden an medizinischen Geräten und Krankenhausausstattung, die wir von dem Versmolder Krankenhaus, der Diakonie Osnabrück, dem Verein "DIE ÄRZTE FÜR AFRIKA" aus Münster und unseren Vereinsmitgliedern Jutta Reinert und Walter Dallinger erhalten haben.

Aufgrund politischer Instabilität erfolgt aus Sicherheitsgründen eine vorübergehende Einlagerung der Hilfsgüter.

September: Erhöhung der Teilnehmerzahl am Projekt "Einkommenschaffende Maßnahmen mit Kleindarlehen" für 30 Familien.

November: Umzug unseres Gesundheitszentrums innerhalb Conakry's, in den Stadtteil Nnongo, in ein grösseres Gebäude. Sukzessive Installation der medizinischen Geräte ist trotz der schwierigen Rahmenbedingungen möglich, dank unseres ortsansässigen, indischen Sponsors, Topaz Multi Industries.

Dezember: Aufnahme weiterer 20 Familien, die uns von katholischen Ordensschwestern als bedürftig genannt wurden in unser Hilfsprogramm; damit betreuen wir über 100 Kinder und mehr als 20 Erwachsene zusätzlich.

Wir unterstützen somit mehr als 1732 Hilfsempfänger in 251 Familien, davon sind 1255 Kinder und 477 Erwachsene.

Absprache mit dem katholischen Orden St.Joseph de Cluny zur medizinischen Versorgung von 800 bedürftigen Kindern, darunter auch viele Waisenkinder.

2010

Januar: Teilumzug unseres Büros in das neue Klinikgebäude, Beibehaltung unseres Vereinssitzes und Lagers am bisherigen Standort im Stadtteil Mafanco, um die Lebensmittelverteilung zu gewährleisten und weiterhin eine Anlaufstelle für Beratungssuchende zu sein. Die Räumlichkeiten Mafanco werden im Rahmen des Projekts "Einkommenschaffende Maßnahmen mit Kleindarlehen" zunehmend als Produktionsatelier z.B. für Stoff oder Seife genutzt.

April: Weitere Installation medizinisch hochwertiger Geräte durch Techniker aus Deutschland in Zusammenarbeit mit Peter Bötcher und Ingenieuren von TOPAZ Multi Industries. Ein Labor und eine Apotheke wird eingerichtet. 

A.I.M.E! beschäftigt 30 Mitarbeiter und externe Fachärzte.

Dank der Förderung durch die Deutsche Botschaft können wir 50 Familien Kleindarlehen zum Aufbau einer wirtschaftlichen Existenz wie Stoffproduktion, Kleinhandel u.a. geben.

November: politische Unruhen vor den Präsidentschaftswahlen erschweren unsere Arbeit; der Schulbetrieb in Conakry ist teilweise eingestellt.

Dezember: Verschiffung eines Containers mit einer Radiologieanlage, einer Laboreinrichtung sowie eines Ambulanzfahrzeuges.

In 2010 bringen wir unser Pilotprojekt zur Unterstützung von 150 AIDSwaisen in den Bereichen Bildung, medizinische Versorgung, Nahrung und soziale Betreuung in Nord-Uganda auf den Weg.

2011

In Guinea steht die A.I.M.E! Klinik sowie unser Projekt "Einkommenschaffende Maßnahmen durch Kleindarlehen" im Mittelpunkt unserer Bemühungen.

Unser Projekt zur Förderung von AIDSwaisen läuft im bisherigen Umfang weiter.

Für unsere Klinik müssen wir Anbauten zur Unterbringung des Labors sowie der Röntgenanlage erstellen.

Wir können in Frankreich gezielt Material und Geräte wie z.B. Mikroskope für das Labor zusammenstellen, die 2012 nach Guinea verschifft werden.

Mit Unterstützung der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) können wir 162 Familien erfolgreich bei der Gründung eines kleinen Gewerbes wie Kleinhandel, Schneiderei, Seifenproduktion u.a.fördern. (Vgl. in 2010 - 50 Familien).

Die Mitarbeiterzahl von A.I.M.E! steigt auf 50 Personen an.

Im Norden Ugandas unterstützen wir 150 Waisenkinder, jedoch besteht eine große Anfrage nach unserer Fördermaßnahme, die wir weiterhin nur mit einer Partnerorganisation bewältigen können.

2012

Unser ganzheitliches  Förderprogramm für AIDswaisen kann im Bereich Bildung und Ausbildung mit dem Angebot an Alphabetisierungskursen und Ausbildung im Textil-und Holzbereich  für jugendliche Mütter und Schulabbrecher erweitert werden.

Zum Schwerpunkt wird auch die Förderung von Frauen  durch Kleindarlehen, die zum Aufbau  einer eigenen Existenz dienen sollen.

Unsere Klinik muss einer steigenden Nachfrage gerecht werden, und wir sind mit einigen technischen Problemen konfrontiert.

A.I.M.E! beschäftigt 75 Mitarbeiter an der Klinik und im gesamten Programm.

Aufgrund lokaler Umstände müssen wir unsere  Arbeit für Waisenkinder in Nord-Uganda einstellen.

2013

Unser Förderprogramm für Waisenkinder wurde am bisherigen Standort Kamsar eingestellt und dafür am Standort Boffa neu eingerichtet. Hier wird unsere Arbeit von dort langjährig ansässigen Schwestern unterstützt.

Der Kinderhort, der Ende 2012 eröffnet wurde, wird stark nachgefragt.

Die Klinik bildet einen Schwerpunkt: im Februar 2013 führte ein Ärzteteam aus Saudi-Arabien an unserer Klinik mehr als 40 Operationen durch.

Medizintechniker reisten im September nach Guinea, um unsere Sauerstoffversorgungsanlage anzuschließen. Unser Labor wurde erweitert. 

Im Nov./Dez. reisten der Vorstand zum Monitoring nach Guinea, die Berichtsstandards wurden neu festgelegt. Transparenz unserer Arbeit wurde damit nochmals erhöht.

A.I.M.E! bekommt ein Grundstück von einem ortsansässigen Unternehmen geschenkt zum Bau unseres neuen Krankenhauses.

Ideen für ein A.I.M.E! Zentrum, das alles unter einem Dach bündelt - Verwaltung, Klinik, Werkstätten, Hort u.a. 

2014

Deutschland:

Verlängerung der Gemeinnützigkeit von A.I.M.E! International e.V. im Dez.14 

Registrierung im Qualitätsverbund FID zur Entsendung von Freiwilligen im Weltwärts Netzwerk

Erste Krankenhausplanung mit französischem Experten

Guinea:

Lancierung eines Ausbildungskonzeptes für 90 Jugendliche im Rahmen unseres Bildungs-Projektes

Zahl der Kinder im Kinderhort steigt von 75 auf 115 Kinder

Antrag auf eine Gynäkologie Ausstattung  beim BMZ (Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit)

Ebola Epidemie: -Aufklärungs-und Präventionskampagnen:

- für die HIT + Children Stiftung von März bis Juni und von Oktober bis Dez.2014 mit 10 zusätzlichen geschulten Mitarbeitern.

- mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes. Hierfür wurden 100 zusätzliche Mitarbeiter geschult, Chlorspender und Seife verteilt. Die Kampagne wurde an unseren 3 Standorten durchgeführt. Wir erreichten mehr als 160.000 Menschen. 

Kamerun:

Projekt zur Frauenförderung im Maniokanbau in Batchenga finanziert von SEZ (Stiftung des Landes Baden-Württemberg)