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Warum wurde AIME gegründet?

Der Verein A.I.M.E ! wurde von mir, Sibylle Buchholz, zum Ende meines Aufenthaltes in Guinea/Westafrika (2001 - 2003) als Ehefrau des deutschen Botschafters, gemeinsam mit sieben Gründungsmitgliedern im Juli 2003 in der Hauptstadt Conakry gegründet.

Anlass zur Gründung des Vereins, der sich vor allem für Kinder und Frauen einsetzt, war folgendes Schlüsselerlebnis: In einem Waisenhaus sah ich ein kleines, einsames Mädchen in einem Verschlag, zerlumpt, schmutzig, mit leerem und hoffnungslosem Blick. Ausgeschlossen von allen Spielen der Kinder, aufgrund dieser Krankheit, die alle so fürchten! Gemieden, verstoßen und unantastbar. Angéline hatte HIV/AIDS! Das kleine Mädchen wurde ausgesetzt von ihrer Mutter, die sich - selbst von der Krankheit gezeichnet - zum Waisenhaus geschleppt hat, in der trügerischen Hoffnung, ihr Kind möge dort eine behütete Zukunft haben. Als mich damals der unendlich traurige Blick aus Angélines Augen traf, wusste ich, dass ich Kindern wie ihr eine Chance geben möchte.

Eine Chance auf ein würdiges Leben in einem familiären Umfeld, eine Chance auf Bildung und selbstbestimmtes Leben, eine Chance auf ein Lachen und auf Liebe und Zugehörigkeit. Für Angéline war es leider schon zu spät. Sie starb bereits kurz nach unserer Begegnung an den Folgen der üblichen Begleiterkrankungen.

Ich gründete also A.I.M.E!, obwohl ich kurz vor der Ausreise aus diesem Land stand. Während unserer Aufenthalte in Afrika (Zentralafrikanische Republik, Kongo und Uganda) lag es mir stets am Herzen, die Kinder Afrikas zu unterstützen. Meine erschütternden Erlebnisse weckten in mir den unbedingten Wunsch zu helfen:

A.I.M.E! ist meine, ist unsere Antwort.

Nachdem der Verein in Guinea im Oktober 2003 seine Arbeit aufnehmen konnte, entwickelten wir das Projekt: "Integration von Aidswaisen in Pflegefamilien". Seitdem konnten wir durch vertrauenswürdige, kontinuierliche Arbeit nach und nach die Unterstützung von anderen Organisationen wie UNICEF, WORLD FOOD PROGRAM, GTZ, CHILDREN FOR A BETTER WORLD e.V., München, und PROSOLIDAR EU, Rom, gewinnen, die uns für unsere Leistungsbereiche Ernährung, Bildung, Gesundheit und psychosoziale Betreuung finanzielle Mittel oder Sachspenden zur Verfügung stellten.

Die Juristin Marie Reine Perez-Houemou leitet von Anbeginn als Geschäftsführerin den Verein mit Herz und christlicher Hingabe. Lange schon vor der Vereinsgründung hat sie sich für Kinder in Not eingesetzt und für andere Hilfsorganisationen gearbeitet.